Gibson

Der narr ist ganz versunken in sein neues Buch. Zero History, von W. Gibson. Das ist wirklich seltsam. Es ist jetzt der neunte Roman, den er von diesem kanadischen Autor zuerst im Original liest, und später, wenn die deutsche Übersetzung auf dem Markt ist, auch diese. Verstehen ohne zu verstehen. Der narr gerät bei diesem Autor in einen Zustand der entzückten Trance, mit der Gewißheit, sich in dem schmalen Feld

the bill kills

Und alle weinen sie innerlich, die Währungsclowns. Doch keiner nimmt ihnen ihre Tränen ab. Der Ami wirft dem Chini vor, der Chini wirft dem Ami vor, Kindergarten allen Ortes, doch kosten Streiche Menschenleben. Währungskrieg, sagen die Nachrichten. Und der narr stellt sich vor, wie sich sich auf ihren Konferenzen mit Geldrollen bewerfen. Treffer, versenkt. Da wünscht sich der narr doch weitere BürgerInnenbeteiligung. Letztendlich hätte es das Volk ja in der

wakawaka

Ist das eigentlich genetisch veranlagt, dass Frauen große Geldbörsen mit sich führen und diese auch mit mehr oder weniger Umsicht durchwühlen? Serviererinnenportemonnaises vermitteln: du mußt bei mir bezahlen. Selbst, wenn sie nur ´ne Mettwurst kaufen. Das narrenhirn zittert etwas. Weniger vor Aufregung denn vor Kälte. Strahlend blau, trockenkalt, schöner Herbsttag halt. Katzenstreu im Kühlschrank, Kaffee und Pommes für die Katze, die Demenz schreitet gerade mit Riesenschritten voran. Der Katze gefällt

Beschimpfungen (einfach so)

Was glauben diese Pisser eigentlich, wer sie sind. Diese verkackten Arschlöcher, diese schmierigen Schwänze und stinkenden Votzen. Schimmelnde Hirnficker, die sie sind, schmatzende Menschenfresser, denen das rottige, blutende Gedärm noch aus den Schnauzen hängt. Herrscher, Herrscherinnen allesamt Hurenbälger, vergessene Abgetriebene, Nachgeburten, die sich nach oben gerammelt haben. Eiterkrater mit aufgerissenen Darmausgängen, die Brot mit ihrer Scheiße beschmieren und es an die Armen verteilen. Die syphilitische Lustknaben im Kindesalter knallen und

Wojceck

Hamburg, drei Jahre nach der deutschen, demokratischen Revolution. Das Klex-Theater war geschlossen, der narr hatte danach in der internationalen Schule für Musik, Tanz und Drama gearbeitet und eine Menge toller Leute kennengelernt. Unter anderen auch Theo, der aus Hamburg kam, in Poppenbüttel wohnte und in der Abschlußklasse war. Filmfreak, Splatterfreak, er zeigte dem narren Braindead und andere, seltsame Zombiefilme, den Stadtpark bei Nacht und seine kiffenden, teilweise bewaffneten Freunde, über

Ehrenwort

Jetzt kommt wieder die Zeit, in der die Frauen aussehen wie gesteppte Tannenbäume und Männer wie wattierte Gnome. Eine Muslima trägt eine Leopardenkopftuch, einen Pelz und pelzbewehrte Stiefel mit Holzkugelbändern und Pelzpuscheln. Mukkluks. Sehr weiblich, sehr sexy. Allah wird ein Auge zudrücken. Oder riskieren? Beckmann schafft den narren und den Beckmann schafft der narr. Der tote, seit Jahren tote Barschel spricht stinkend verwest und madenrottig in der Dummdreistdoofenzeitung, Ehrenwort. Doch,

Abschied

Der Storch hat Beine, doch Waden hat er keine, denkt sich der narr, als er eine Mittvierzigerin mit Beinen so dünn wie des narren Arme sieht. Ab heute, so rotzt das Staatsorgan der Dummdreistdoofen mit großen Schlagzeilen, sollen die BürgerInnen der BRD den Pharmakonzernen das Geld direkt in den After schieben. Daran erkennt man, was für eine verblödete, ferngelenkte Pharmalobbyistenregierung dieses Land innehat. In ganz Europa haben die Regierungen die

Membranen

Der narr hat jetzt schon so viel aufgegeben, da sollte es auf das bißchen Rauchen auch nicht mehr ankommen. Also soll und wird mal wieder nicht mehr geraucht werden. Schon beim Verfassen dieses Gedanken fangen die Membranen an zu zittern, das geht tief, bis in den Kern. Einfach Aufhören. Es nicht tun. Stirb, 40-jährige Routine! Zwei “Kock am Bring Klone” sitzen in Fililale 43 und mustern den narren mit strengen

Graupensuppe

“Die Leute fallen rechts und links von mir reihenweise um.” “Ja, bei uns auch. Schrecklich, nicht wahr?” Was sich anhört wie das Erscheinen der Pest, ist nur der letzte Schnack über Erkältungskranke im eigenen Umfeld. Ein Himmel wie pürrierte Graupensuppe, es fühlt sich eher an wie zwei Tage vor Weihnachten als Mitte September, nur ohne Musik und Beleuchtung. Aber die Stimmung ist annähernd so. Alles scheint in Erwartung von Irgendetwas.

Schreikind

“Ich hab doch so´n künstliches Baby gehabt. Für eine Woche. So´n Negerkind. War aber ´n Scheißschreikind in der Nacht. Mußte ich echt dreimal füttern in der Nacht, sonst hat´s geschrien. Ich hab´s auch nur einmal mißhandelt. Ja, da hab ich es in die Ecke gedonnert. Ging mir auf die Nerven, das Schreien.” Das Treffen mit den Exhauptschulnarren klappte so gar nicht, da der narr das Geschwätz, Geplapper, Angemache, Gemobbe, Gezicke