über das Lügenland

Zwischen März und April 2001 ging das Lügenland zum ersten Mal online.

Die Idee dazu kam, als ich las, dass die Lüge ein strategisches Mittel jeder militärischen Organisation sei.

Das Gleiche gilt, wenn auch nicht offen ausgesprochen, für PolitikerInnen jeder Partei.

Es gilt aber auch für jeden Menschen ab dem fünften bis sechsten Lebensjahr.

Wir alle lügen.*

Also setzte ich mich hin und bastelte, mit einem sehr geringen, technischen Wissen, die verschiedensten Seiten über die Lüge, entwarf Figuren, die sich innerhalb und ausserhalb des Lügenlandes bewegten und fand einen Ort, an dem ich meine Idee des geschlechtslosen Politikers, also Neutrums, (sie stammt aus den Achtziger des letzten Jahrhunderts) in die Tat umsetzen konnte.

2006 baute @jawl mir einen blog ins Lügenland.

Anfangs nutzte ich ihn nur, um die Figuren miteinander agieren zu lassen, bis 2013 die gesamte Seite, aus technischen Sicherheitsgründen, geschlossen wurde.

Aus der Not heraus frickelte ich schnell das „luegenland/wordpress“ blog zusammen, und dabei ist es bis Ende 2018 geblieben.

Der narr überlebte als einzige Figur. Er beobachtete und beschrieb fast ausschließlich, was ihm im Alltag an Menschlichkeiten begegnete und noch begegnet – auch wenn es zur Zeit eher Unmenschlichkeiten sind.

Aus den Beschreibungen entstehen Geschichten, Theaterstücke oder Lesungen, Zeitzeugnisse menschlicher Umgehensweise.

2019 wird das Lügenland neu gebaut. Der narr macht weiter.

*Die Wissenschaft unterscheidet in zwei Sorten Lüge. Die schwarze und die weiße Lüge.

Die weiße Lüge diene dazu, soziale Bindungen zu stärken, bzw. die gesamte, soziale Interaktion am Laufen zu halten.

Die schwarze Lüge sei die boshafte und wolle Menschen oder einem System zum eigenen Nutzen bewusst Schaden zufügen.

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