Aussichten

Tage des Baggers. Im Garten, in der Stadt. Der Boden vibriert. Dieselgestank. Ein neuer Zaun, ein neues Pflaster. Die letzten Meter in der Zone bekommen ihren neuen Fußboden. Ob die Auflage ist, bis Tulpensonntag fertig zu sein? Wo soll denn sonst der Tulpensonntagsumzug hermarschieren, Frohsinn verbreiten und hauptsächlich Süßigkeiten werfen. Die Mendener KarnevalistInnen sind doch berühmt für ihre bunt-blaue Ausgelassenheit. Ich glaube, ich habe gerade eine Weinkönigin aus Woherauchimmer von

Nachtrag

Kurze Zusammenfassung, was vom letzten Juni bis jetzt so aufgeschrieben wurde. Langsam gibt es einen Wortstau in mir. Schon so lange keine Zeile mehr geschrieben, dass die Buchstaben Staub ansetzen. Tintenstaub. Was gibt es auch groß zu berichten. Die Welt ist nicht explodiert. Immerhin. Die Zeugen Jehovas trinken Kaffee in der Oberstadt. Spiel nicht mit den Schmuddelkindern, sing nicht ihre Lieder. Geh doch in die Oberstadt, spiel mit deinen Brüdern.

gut

LehrerInnen schließen die Schule ab, damit SchülerInnen nicht auf die friday for future Demo gehen können. Es ist so daneben. Es tut allerdings auch gut zu sehen, dass Bewegung in der Jugend ist. Und dass Erwachsene so herrlich hilflos hasserfüllt sind. Diesen Schwung gab es schon einmal. Nur gab es damals kein Netz. Das läßt ein wenig hoffen. Wie auch immer. Sie lernen für´s Leben.

Klima

Es ist die Zeit der blauen Fußknöchel, die wunderbar mit dem blauen Himmel harmonieren. Die Barken sind derzeit das Wahrzeichen der kleinen Stadt. Die, und meckernde, genervte FußgängerInnen, sowie genervte und frustrierte AutofahrerInnen. Leider kein friday for future in der kleinen Stadt. Hier gehen die SchülerInnen noch brav in den Unterricht,weil sich in den nächsten dreißig Jahren das Klima in dieser Stadt eh nicht verändern wird. Diese kleine Stadt hat

Sacken lassen

„Nein, ich muß was tun. Muß arbeiten.“ Eine oft genutzte Ausrede. Arbeit geht immer vor. Leben, um zu arbeiten. Der Routine nachgehen, die verhindert, über sich nachzudenken. „Ja, aber man muss doch arbeiten. Oder bist Du so ein Lauschepper vom Stamme ‚Nimm‘. Und schon befürchtet der Mensch, der vor einem steht, die wenigen Habseligkeiten teilen zu müssen. Jede Arbeit, die keinen Schaden anrichtet, ist es wert, sorgfältig, gut und schnell

Alte Flasche, neuer Wein

Jippieh. Und sie bewegt sich doch. Auch, wenn ich das noch nicht so ganz glaube. Wie man auf dem Probenfoto sehen kann. Doch das Programm wächst, wie das Lügenland. Realität und Bühne fließen zusammen. Die Frisörin riecht, als hätte sie zwölf Stunden Frikadellen gebraten. Da möcht man* sich doch gerne die Haare legen lassen. Sie schnipst die halbgerauchte Kippe elegant und im hohen Bogen über den Gehweg. Ihr Lippenstiftabdruck an