By, by Gouvernante fb

FreundInnen der Nacht und des geschriebenen Geschwurbels. Heute hat mich die Gouvernante fb aus dem großen Sandkasten geschmissen. Ich darf nicht mehr mitspielen, weil ich ihr nicht sagen will, wie ich wirklich heiße. Also werd ich ab heute meine Förmchen woanders füllen. Ihr werdet also auf weitere Beiträge von Fidibus, äh Fidelius Narr in Eurer Timeline verzichten müssen. Natürlich werde ich weiterschreiben, aber wenn Ihr es lesen wollt, müsst Ihr schon

Feierabend

Sommer. Samstagabend. Feierabend nach Kanugrillsamstagnachmittagunterhaltung. Die Liebste ruft telefonisch: „Bin jetzt in der Stadt. Treffen wir uns bei Roller. Coctail, Bier oder so?“ 32 Sekunden später bin ich draußen. Warm. Lecker Luft. Stimmung wie Sommer. Die Knochen schmerzen nach einer harten Woche. Egal. Die Liebste wartet vor der alten Bücherei. „Wollen wir?“ Wir wollen. Die Tische bei Roller sind noch unbesetzt. „Hallo Wirt.“ „Hallo Gäste. Was darf es sein.“ „Erstmal

Königlich

Schweißgefüllte Schützenhallen sind so weit entfernt von angenehm, wie die Erde zur übernächsten Galaxie. „Was für Drogen verkaufst Du“, werde ich angesprochen. „Ich dachte, wegen der Mütze. Nein. Nur Spass. Kennst Du Hausmeister Krause? Da ging es auch um Drogen und so Mützen.“ Die Schützenkapelle aus Drolshagen spielt derweil ein lustiges Medley. Ich bin ein Mensch unter Aliens oder ein Alien unter den Schützen. Die Grünhüte fixieren mich mit Blicken

Die dunkle Seite

„Natürlich hast Du auch eine dunkle Seite“, sagte sie lächelnd, während mehrere Schweißtropfen an Schläfe und Stirn in Bewegung gerieten. „Denk mal an das Hühnchen.“ Dabei lugte ihr eigener, boshafter Schalk hinter den Pupillen hervor. Der Asphalt dampfte. Es roch nach Benzin, lauwarmem Trinkwasser, Urlaub und Gärung kurz vor faul. Das Hühnchen. Vielmehr die Pute (Oder war es eine Gans? Egal.) und das Huhn. Eine Performance lustvoller Widerlichkeit. Die Frau

Fromme Wünsche

„Hauptsache kein Regen“, sagt sie laut zur Verkäuferin. „Die Natur braucht aber Regen“, nuschelt diese in die Kasse. „Da kann es ja auch regnen. Aber nicht da, wo ich bin. Wo ich bin, soll es schön sein. Trocken, warm, gut riechend, freundlich. Mehr verlange ich nicht vom Leben. Mach ma Mett, aber mit viel Zwiebeln.“

autsch

Ich hab, und es ist mir fast peinlich, gestern den Katzenkotzkeller geputzt, einen Anruf bekommen, irgendwie mit dem Schrubber in der Hand das Telefon aus der Hosentasche gefriemelt und mir dabei die rechte Schulter und den Nacken gezerrt. So heftig, dass mir auf der Stelle kotzelend wurde, der Kreislauf ausfranste, die linke Hand an weißgekalkter Kellerwand Halt suchte und ich laut loslachte, weil ich mir vorkam, wie Sissi bei ihrem

schnell schnell

Jetzt aber wacker noch ein paar Fotos aus dem Garten posten, bevor der Sommer vorbei ist. Auf meine Wasserlilie aus der Duschwanne freue ich mich jedes Jahr Auf dem Dach über dem Loch blüht es wie verrückt Kräuter und Co, alles gut Garten ist was für Augen, Nase, Mund und Seele. (Nur für den Rücken ist das nix)

Barfuß

„Barfuß über den Bringehof ist das neue Laufen über glühende Kohlen“, murmelte sie. Sie hatte die Kids ohne Schuhe über Container mit Leuchtstoffröhren, Elektroschrott und Bauschutt hechten gesehen. Damit lag sie fast richtig mit ihrer Aussage. Barfuß über den Bringehof war das neue Ritzen. Großer Druck, die beißende Kälte der Gesellschaft, Jugendliche hatten es in keinem Zeitalter leicht. Jetzt reagierten sie mit „nu-pieds-parcour“ und hinterließen in der ganzen Stadt ihre

Hazy

„Das war noch Musik“, sagt er. “ „Hazy Osterwald“, sagt er und seufzt mit glücksverdrehten Erinnerungsaugen und variabler Aussprache. Hatzy Osterwald, mit klarem A und scharfem TZ für die deutschsprachigen Kumpels, und Hetzi, mit knappem E, für die Englischversteher. „Das war noch Musik. Ein Brötchen mit viel Schlitz, bitte.“

Dauerbrenner

Die Haut ist jetzt ein Dauerbrenner. Winnetou – Gedächtnis – Look. Call me Rothaut, oder Lobster, oder Schrundel und die sieben Dermatologen, oder Kaloderma und die Sandtüte Przybylla. Kratze die Fratze, die Tatze, die Bratze und hör nicht auf, bis alles rot zusammenfließt.