Drei Tage Köln

Die Liebste ist grad des öfteren in Köln, Fortbildung. Ich hab sie mal begleitet, damit sie abends, nach erfolgreichem Lernen, nicht so alleine im Hotelzimmer sitzt. Tagsüber, während sie büffelte, bin ich dann durch Köln spaziert. Es ist schon lange her, dass ich in der Domstadt war. Am ersten Tag war ein super Wetter kurz vor Frühlingsanfang. Vormittags wurde es warm und hielt sich bis zum Abend. Es war ein

Kleine Bilderstrecke des letzten Wochenendes

 Ankunft am späten Nachmittag Am nächsten Tag dann die Suche nach Meer Die Suche geht weiter Wo ist das Meer? Sonne im Watt Doch wo ist das Meer Hier nicht Da nicht. Zwischendurch zur Phänomenta nach Bremerhafen. Das ist die Eingangstür. Da hinten. Das ist mehr Meer. Am letzten, frühen Morgen verabschiedet uns die Sonne.

Das Lügenland schlägt vor

Hallo Zukunft! Wie wäre es damit? Programmierbare Tätowierungen. Dann bestreicht man einfach die Stelle, an der das Tatoo sein soll,mit einer Flüssigkeit, die durchsetzt mit Nanobots ist. Für Ganzkörpertätowierungen wird ein Bad empfohlen. Diese Nanobots setzten sich in die unteren Hautschichten und können auf Befehl jede Farbe leuchtend annehmen. Kein Diktat des ewig währenden Tatoos. Ein Tatoo, passend zur Tagesform. Leicht bedienbar mit Ihrem Smartphone. Ich sags ja nur.

Arschloch Krebs

In die Lungenklinik zu fahren, um einen guten Bekannten zu besuchen und dann von einer Schwester gesagt bekommen: „Der ist nicht hier. Rufen Sie bitte die Angehörigen an. Ich darf Ihnen da nichts Weiteres zu sagen“, kann einen ganz gut aus der Bahn werfen. Gestorben an Arschloch Krebs. Nichtraucher, zehn Jahre jünger als ich, zwei Kinder, bis Anfang Dezember fit, quirlig,mit fettem, krähenden Lachen. Jetzt ist Anfang März, und der

Der Tag, an dem Politessen bewaffnet wurden

Der Tag, an dem Politessen bewaffnet und mit umfangreichen Rechten ausgestattet wurden, gilt bei AutofahrerInnen als Tiefpunkt ihrer Dreckschleuderromantik. Die Auswirkungen waren gravierend. Konnte man früher Politessen ungestraft auf das Übelste beschimpfen, im Idealfall sogar handgemein werden, mußte der Blechpöbel jetzt einen Schuß in putativer Notwehr, 20000 Volt brrzzzel, mindestens aber hochpotentes Reizgas in die Augen erwarten. In der ersten Zeit nach diesem Schicksalstag spielten sich ungeheure Dramen auf den

Neue Arme?

Einige werden sich erinnern. Irgendwann letzten Jahres riß ich das alte Garagendach ab und ersetzte es durch ein neues. Die alten Balken, Heraklit, Rigips, Glaswolle, Dachpappe, alles ziemlich angerottet, lag im Garten und wartete auf Abholung. Am Freitag bekam ich von der weltbesten Flöry ihren orangenen Pritschenbulli geliehen. Der passt so gerade durch die Einfahrt. Seitdem schleppe ich und fahre alles nach Hüingsen. Na ja. Mit dem Fahren ist das

Waltons²

Welch ein Spaß, wenn ein macho-macho-italo-Nachbar ein ganz kleines, kaum wahrnehmbares Morgengrußnicken herauspresst. Mich nicht zu grüßen, wäre sehr unhöflich, da ich in der italienisch-griechischen Männerrunde der Oberstadt irgendwie doch angenommen wurde. Also geschieht neuerdings das Grüßen, wenn auch klein und mit zusammengebissenen Zähnen. Natürlich grüße ich zurück. Es gibt nur wenige Menschen, die ich nicht grüße. Den Ekelpapst, den grüße ich nicht. Das ist fast wie ein Duell, wenn

Generation Weichspüler

Fieser Nieselschnee verdichtet die Stimmung zu einem dunklen Klumpen Erdpech. Die wetternasse Kleidung der frierenden Bevölkerung verbreitet einen konzentrierten Weichspülergeruch. Manchmal hab ich die Vermutung, Menschen tränken Lenor vor der Waschmaschine. Nicht Generation Weichei. Generation Weichspüler. Völlig scham – und zweifelsfrei verbreiten sie ihren riechenden Chemiedrink und fragen sich, warum ihre angefixten Kinder Spice rauchen. Hauptsache Chemie. Papa ruft derweil in der Autowerbung: „Nach rechts! Nach rechts! Gut gemacht, Großer“.

Sachdienliche Hinweise

Erst jetzt wird mir die Wichtigkeit der Mendener Zeitungslandschaft bewusst. „Haben Sie dieses Brot da? In der Zeitung stand, das soll so gut sein.“ Ich nenne beide Blättchen ab sofort „Sauerländer Bäckerbote“. Das Neueste aus Backmischung und Zuckerguss. „Croissant in Kuvertüre ertränkt. Die Polizei nimmt sachdienliche Hinweise entgegen.“ Steht eigentlich New York noch, und müssen wir jetzt Care-Pakete schicken? Denk an dein Päckchen nach drüben! Ich würde ihnen ja gerne die