Zone, immer wieder Zone

Gut, dass diese Stadt so hinter dem Mond lebt. Da passen junge, forsche Polizisten gut ins Bild. „Steigen Sie von ihrem Fahrrad ab.“ „Lieferverkehr frei, steht da, bis elf, steht da. Ich hab was abgeholt. Es ist halb.“ „Steigen Sie ab!“ „Also mit Auto ist ok, mit Fahrrad nicht? Finden Sie das nicht auch diskriminierend?“ Und ich schau in seine blauen Augen, in denen Verständnislosigkeit herrscht. Diskriminierung kennt er nur

zone again

Mendens Fußgängerzone hat einen Verkehrsdurchfluss wie eine Autobahnraststätte in den Schulferien. Der Bratwurstmann geht von Auto zu Auto,versucht seine Würste im Brötchen durch´s Autofenster zu verkaufen, der alte Mann des Musikgeschäftes wedelt mit ausrangierten Plakaten die dicke Stinkeluft vor seinem Laden auseinander, und auch sonst wird das neue Pflaster gut angenommen von P-und LKW´s. Ein Vorschlag an das Bauamt der Stadt Menden. Macht die Innenstadt von Battenfeld bis Schmöle zu,

common sense

Manchmal reicht das niggelige Geplapper einer R-Rentnerin, um das Wohlfühllevel um drei Punkte sinken zu lassen. Es ist Stöhntag. Die Kälte läßt alle das Gesicht verziehen und seltsam gequälte Geräusche machen. Ein Gefühl, wie in einer Apfelblüte sitzend, die zum Schutz vor Kälte einen Eispanzer aufgesprüht bekommt. Auch, wenn es durchaus ein poetisches Bild abgeben würde, ich in einer gefrorenen Apfelblüte, ist es doch eher utopisch, da ich zum fresekötteln

Schwarzer Splitstaubmodder

„Ach. Man weiß ja nicht, man weiß ja nicht, was kommt.“ „Zum Glück. Aber ich hab dem Paul und Tante Frieda eingebläut: Haarschnitt immer nach der Dauerwelle. Und Messerschnitt für die Stufen. Nicht so über den Finger schneiden. Das hab ich denen eingebläut. Jetzt muß ich aufs Klöchen, wenn ich aus diessem Stuhl herauskomme.“ Ein Chef von irgendeinem städtischen Amt inspiziert mit zwei Beamtinnendas letzte Stück Zone im Schotterzustand. Kann