Mendener Sommer ist, und gleich die erste Band fällt aus wegen Covid 19. Kein Bon-Jovi-Klon, sondern Roxette-Kopie. Mendener Massen hotten maskenlos rum. Die Tage soll es 45° C rund um Köln werden. Da möchte mensch doch gerne mit laufendem Motor auf dem Ring im Stau stehen und zuschauen, wie die Reifen schmelzen.

Auf dem Friedhof, in Nachbars Shisha-Gaten, sprießt fröhlich unter rotem Mulch das satte Grün von Giersch, Brennessel und anderen Wildkräutern. Pünktlich zum 1. Juli hat die Wurst sämtliches Mobiliar aus den Fenstern rund ums Haus geworfen und bis zum Sperrmüll auf dem Friedhof liegen lassen. Allerdings auch, bis auf einen kleinen Müllhaufen, pünktlich alles auf den Bürgersteig gebracht.

Lindner hat – äh, nein. Über diesen neoliberalen Wackeldackel zu schreiben, ist zuviel der Aufmerksamkeit.

Der Verkäufer der Obdachlosenzeitung vefolgt mich guten Kunden bis kurz vor übergriffig. Da ich nur noch Cent im Portemonnai habe, frage ich ihn, ob ich auch mit Karte zahlen kann. Übergriffigkeit nervt.

Die Straße riecht nach Haarspray, weichem Asphalt und Benzin.

Menschen, die an Wiedergeburt glauben, stellen gerade ihre Überzeugung in Frage. Schlielich dauert die Rückkehr ein Weilchen, und wer, bitteschön, möchte denn in zwanzig Jahren zuück auf diesen brennenden Planeten geworfen werden.

Eine Bekannte, samt Kind und Kegel, musste wegen drei Mal Covid stationär in die Kinderklinik. Nach einer Woche wude das, noch nicht genesene Kind samt Eltern entlassen, weil es den jungen Neuzugängen viel schlechter ging, aber kein Platz oder Personal mehr da war.

Die Medikamente für die Jüngsten gehen aus.

Private Haushalte sollen kürzer treten. Nö, denke ich so bei mir.Wir gleiten recht schnell in eine durchaus bekannte Kriegsrethorik. SPARE AUCH DU UND HILF DER INDUSTRIE.

Ein Fussballspiel mit Flutlicht verbrennt so viel Strom, wie unser Haushalt in einem Jahr. Das Oktoberfest verbrät so viel Strom und Gas, wie eine Kleinstadt. Und was die Industrie an Wasser, Strom und Gas verbraucht, ist nicht wirklich zu verantworten. Und wer heute noch Benzin aus Nahrungsmitteln herstellt, gehört mit Herrn Musk auf den Mars geschossen.

Die Schornsteinfegerin führt lautstark ihre Geschäftsgespräche im Cafe, spricht von Rechnung schicken, von morgen aufschlagen und nächste Woche nicht, weil zu warm, und vielleicht sollte sie ihre eigenen Emissionen untersuchen. Die liegen weit über dem Richtwert.

Wann hat das eigentlich angefangen mit dieser verschärften Distanzlosigkeit? Es galt mal: Breite die Arme aus. Das ist dein Raum. Wer näher kommt, überschreitet Grenzen.

Hände an die Hosennaht rückt näher.

PS: Last Generation. Ihr seid klasse.

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